Dialogprogramm 2010
Dialogprogramm
Es besteht in Jahr 2010 Projekten Vorträge und Diskussionen. Es wird vom 31. August 2010 bis 3. September 2010 Vorträge und Diskussionen zu dem Thema „In Schatten des Deutschkurses und Hilfe zur Selbsthilfe“ geben. Im Rahmen der Veranstaltung stellen wir „Afrikas Zukunft hängt von den Afrikanerinnen ab und Entwicklung ist abhängig von einer guten Regierung in Afrika“ vor.
Dialogprogramm
In Schatten des Deutschkurses:
Die schwerwiegenden Probleme von Immigrantinnen werden in der Integrationspolitik noch immer weniger beachtet als der verlangte Deutschkurs.
Datum: Dienstag, 31. August 2010
Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
Vorträge: 18:00 – 19:00 Uhr
„Die Magistratsabteilung 35 informiert
Fact sheet - fast facts: Verlängerung von Aufenthaltstiteln
Gesetzesänderung: Verlängerungsanträge rechtzeitig stellen!
Mit 1. April 2009 tritt folgende gesetzliche Änderung in Kraft:
Verlängerungsanträge für Aufenthaltstitel müssen vor Ablauf des Aufenthaltstitels gestellt werden. NACH Ablauf des Aufenthaltstitels gestellte Anträge gelten ab 1. April 2009 als ERSTANTRÄGE, die bei der Österreichischen Vertretungsbehörde in Herkunftsland gestellt werden müssen. Bitte beantragen Sie die Verlängerung Ihres Aufenthaltstitels rechtzeitig VOR Ablauf Ihres aktuellen Aufenthaltstitels.
Sie verlieren sonst Ihr Aufenthaltsrecht!“
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Künstler in Österreich oder Sie sind in Österreich geboren oder Sie leben seit 25 Jahren in Österreich und Sie befinden sich in dem Ausländergesetz. Für viele Immigrantinnen und ihre Angehörige ist das Alltag.
Ein international anerkannter Musiker kam 2004 mit einem Künstlervisum nach Österreich. Er verlängerte es 2x in Österreich. Für die 3. Verlängerung das Visums, das Anfang Jänner 2006 endete, ging er Mitte Dezember 2005 zur Polizei, um die Verlängerung des Visums zu beantragen. Die Polizei nahm den Antrag entgegen. Als Herr... zur Polizei kam, um die Verlängerung abzuholen, sagten sie, dass es noch nicht fertig sei. Beim zweiten Versuch von Herrn ... vor Ablauf des Visums die Verlängerung abzuholen bekam er die Auskunft, dass es ein neues Gesetz gäbe und die Polizei nicht mehr zuständig sei, sondern das Magistrat. Er ging zum Magistrat und hoffte eine positive Antwort zu bekommen, aber als böse Überraschung erhielt er die Antwort, dass er für die Verlängerung des Visums nun in sein Heimatland reisen müsse. Er wollte es nicht akzeptieren, weil er bereits als Musiker arbeitete und unter anderem in der Volkshochschule unterrichtete.
Im Magistrat bekam er die Auskunft, dass eine der Möglichkeiten sei, einen Antrag unter dem Titel "humanitarian reason" zu stellen, um nicht Österreich verlassen zu müssen und die Arbeit zu verlieren. Dieser Antrag wurde vom Innenministerium abgelehnt. Herr...hatte zu dieser Zeit bereits alles in Österreich geregelt: Meldezettel, Finanzamt, Versicherung, Arbeitsaufträge und er wollte Österreich nicht verlassen, da er legal kam und plötzlich durch ein neues Gesetz illegalisiert wurde...er fühlte sich ungerecht behandelt ...
Pause
Podiumsdiskussion: 19:00 – 22:00 Uhr
Was wäre, wenn all die oben genannten hauptsächlich mit der Bürokratie in Zusammenhang stehenden den Menschen zermürbenden Probleme mit demselben Enthusiasmus wie die Forderung und Durchsetzung von Deutschkursen bearbeitet werden würden.
Moderation:
ReferentInnen
Hilfe zur Selbsthilfe:
Datum: Donnerstag, 2. September 2010
Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
Vorträge: 18:00 – 19:00 Uhr
President Obama in “International Conference Center, Accra Ghana”:
“America will not seek to impose any system of government on any other nation. The essential truth of democracy is that each nation determines its own destiny. But what America will do is increase assistance for responsible individuals and responsible institutions, with a focus on supporting good governance – on parliaments, which check abuses of power and ensure that opposition voices are heard … on the rule of law, which ensures the equal administration of justice; on civic participation, so that young people get involved; and on concrete solutions to corruption like forensic accounting and automating services … strengthening Hot lines, protecting whistle-blowers to advance transparency and accountability”.
Zitat Präsident Obama in “International Conference Center, Accra Ghana”
Amerika wird nicht versuchen anderen Nationen irgendein Regierungssystem aufzuerlegen. Die grundlegende Wahrheit der Demokratie ist das jede Nation ihr eigenes Schicksal bestimmt. Was Amerika aber tun wird, ist die Erhöhung der Unterstützung für verantwortungsbewusste Individuen und Institutionen mit den Blick auf gute Führung – auf Regierungen welche den Missbrauch von Macht Unterkontrolle haben und auch die Stimme der Opposition hören….auf die Gesetze welche eine gleichwertige Anwendung von Gerechtigkeit garantieren, auf zivile Teilnahme so das junge Leute sich einbringen, und auf konkrete Lösungen gegen Korruption, wie die Wirtschaftskeiminalitätsprüfung und automatische Dienste….zur Stärkung von Hotlines, zum Schutz von Informanten um Transparenz und Verantwortlichkeit zu erhöhen.
Ist das nicht eine direkte Einmischung in afrikanische Angelegenheiten ohne jegliche Konstruktive Lösungsvorschläge?
Pause:
Podiumsdiskussion: 19:00 – 22:00 Uhr
Afrikas Zukunft hängt von den Afrikanerinnen ab und Entwicklung ist abhängig von einer guten Regierung in Afrika.
Fordert „Tribalismus, Ethnicity und Religion“ neue entwicklungspolitische Strategien in Afrika?
Ist Demokratie möglich wo Stammesdenken, Protektion und Vetternwirtschaft existieren?
Moderation:
ReferentInnen
Datum: Freitag, 3. September 2010
Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
Podiumsdiskussion: 18:00 – 22:00 Uhr
Die Flüchtlingsströme nach Österreich bzw. Europa werden immer größer. Sind die steigenden Flüchtlingszahlen tatsächlich verantwortlich für die zunehmende Kriminalität, wie einige populistische Parteien behaupten oder besteht kein direkter Zusammenhang zwischen Ausländerquote und Kriminalitätsstatistiken.
Moderation:
ReferentInnen